Um die Jahrhundertwende
erzählte mir ein zu der Zeit sehr enger Freund, dass er eine ganz dolle Geschäftsidee
habe. Ich war ganz Ohr und er berichtete aufgeregt, wie fantastisch es sei, Kaffee
mit Geschmack zu verkaufen: Karamell, weiße Schokolade, Vanille, Zimt. „Du
bestellst Dir einen Kaffee und gießt einfach Sirup rein“. Damals fand ich das
irgendwie ganz unglaublich unnötig, bald darauf nannte man das Starbucks. Ich
staunte nicht schlecht, doch das Leben geht weiter. Und nur kurze Zeit später
eroberte die Kette die Café-Landschaft in Deutschland und Österreich.
Im Jahr 2000 ging Starbucks offensichtlich
davon aus, auf dem australischen Café-Markt ein ebenso leichtes
Spiel zu haben. Auf der Insel wurden um die 80 Filialen eröffnet. Hinterher ist
man immer schlauer. Die alte Weisheit gilt nach wie vor. Es macht Sinn, die
Konkurrenz und den Markt zu kennen. Starbucks hat diese Fakten wohl nur erraten
und lag dementsprechend daneben. In 2008, quasi über Nacht